Kaum ist das Baby da, dreht sich plötzlich alles um das Thema Schlaf – und zwar nicht nur um den eigenen, sondern vor allem um den Schlaf des Babys. Eine der ersten Fragen, die wir uns gestellt haben: Wo soll unser Baby schlafen?
Ich erinnere mich noch, wie ich in der Schwangerschaft stundenlang überlegt habe: Brauchen wir ein Beistellbett? Reicht ein Babybett? Oder wäre ein Familienbett besser? Am Ende haben wir unseren ganz eigenen Weg gefunden: erst Beistellbett, dann Familienbett. Und genau darüber möchte ich dir erzählen – vielleicht hilft es dir bei deiner Entscheidung.
Das Beistellbett* war für uns in den ersten Monaten ein echter Segen. Es ist direkt am Elternbett befestigt und an einer Seite offen. So liegt das Baby ganz nah bei Mama und Papa, hat aber trotzdem seinen eigenen geschützten Platz.
Für mich waren das die grössten Vorteile:
- Nähe rund um die Uhr: Ich konnte mein Baby sofort sehen und hören. Das hat mir so viel Sicherheit gegeben, vor allem in den ersten Nächten nach der Geburt.
- Stillfreundlich: Ich musste nachts nicht aufstehen, sondern konnte mein Baby einfach zu mir ziehen. Gerade im Wochenbett war das unglaublich erleichternd.
- Kompakt und praktisch: Da unser Schlafzimmer nicht riesig ist, war das Beistellbett die platzsparendste Lösung.
Aber: Irgendwann wurde es einfach zu klein. Ab einem gewissen Punkt hatte ich das Gefühl, dass unser Baby mehr Platz braucht und wir alle etwas unruhiger schliefen.
Als das Beistellbett nicht mehr reichte, haben wir uns fürs Familienbett* entschieden. Das bedeutet: unser Baby schlief direkt mit uns im Elternbett.
Am Anfang war ich etwas unsicher, ob das wirklich die richtige Entscheidung ist. Aber für uns hat es sich absolut richtig angefühlt.
Die Vorteile für uns:
- Nächte ohne Aufstehen: Niemand musste mehr aus dem warmen Bett, wenn das Baby unruhig war oder gestillt werden wollte.
- Viel Nähe und Geborgenheit: Unser Baby war mittendrin bei uns, und wir hatten das Gefühl, dass es dadurch ruhiger schlief.
- Mehr Platz für alle: Wir haben uns relativ schnell ein grösseres Bett angeschafft, damit jeder wirklich bequem schlafen konnte.
Natürlich ist das nicht für jede Familie das Richtige. Manche Eltern schlafen unruhig, wenn das Baby direkt bei ihnen liegt. Und es gibt einige Sicherheitsregeln (z. B. kein dickes Kissen oder schwere Decke in Babys Nähe, niemals im Familienbett rauchen oder Alkohol trinken). Wenn man darauf achtet, kann das Familienbett aber eine wunderschöne und entspannte Lösung sein.
Wir haben zwar nie ein Babybett* im Einsatz gehabt, aber viele Familien schwören darauf. Es steht entweder im Elternschlafzimmer oder gleich im Kinderzimmer.
Die Vorteile:
- Länger nutzbar: Ein Babybett ist grösser und reicht oft bis ins Kleinkindalter.
- Eigenständiger Schlafplatz: Manche Babys schlafen besser, wenn sie wirklich „ihr eigenes Bett“ haben.
- Sicherer Rahmen: Durch die Gitterstäbe kann nichts passieren, selbst wenn das Baby sich schon mehr bewegt.
Der Nachteil für mich persönlich wäre gewesen, dass man nachts immer aufstehen muss – und das wollte ich im Wochenbett unbedingt vermeiden.
Meine Tipps für deine Entscheidung
Wenn du dir gerade die Frage stellst, ob Beistellbett, Babybett oder Familienbett, dann hier ein paar Gedanken, die mir geholfen hätten:
- Schau dir euren Platz im Schlafzimmer an. Ein Beistellbett braucht weniger Platz, ein Babybett etwas mehr.
- Wenn du stillst, erleichtert dir ein Beistellbett die Nächte ungemein.
- Flexibilität ist wichtig. Babys entwickeln sich schnell und die Lösung von heute passt vielleicht in ein paar Monaten nicht mehr.
- Leihen statt kaufen. Gerade ein Beistellbett wird oft nur wenige Monate genutzt – vielleicht kannst du dir eins von Freunden oder der Familie ausborgen.
- Hör auf dein Bauchgefühl. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Wichtig ist, dass ihr als Familie gut damit zurechtkommt und alle möglichst erholsam schlafen können.
Unser Weg war: erst Beistellbett, dann Familienbett. Für uns war das die perfekte Kombination. Aber jede Familie ist anders – manche fühlen sich mit einem Babybett wohler, andere starten direkt mit dem Familienbett. Wichtig ist, dass ihr euren eigenen Weg findet und euch damit wohlfühlt.
* Hinweis: Transparenz ist mir wichtig.
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