Der Moment, auf den wir monatelang warten, ist so besonders: Endlich das Baby kennenlernen! Aber der Startschuss lässt manchmal auf sich warten. Ich weiss noch genau, wie ungeduldig ich in den letzten Tagen war. Jeder kleine Zieher im Bauch liess mich hoffen: „Jetzt geht es los!“ – und dann passierte doch nichts.
Das Wichtigste vorweg: Dein Baby weiss am besten, wann es bereit ist. Die Natur hat einen guten Plan, auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, die Uhr tickt viel zu langsam. Trotzdem gibt es ein paar sanfte, natürliche Möglichkeiten, wie du deinen Körper unterstützen kannst – ohne Druck und ganz im eigenen Rhythmus.
1. Bewegung & Schwerkraft – den Körper aktivieren
Bewegung hilft nicht nur, die Wartezeit zu vertreiben, sondern auch, das Baby tiefer ins Becken zu bringen. Ich habe zum Beispiel viel kleine Spaziergänge gemacht – nicht anstrengend, sondern so, dass es mir guttut. Auch Treppensteigen in gemütlichem Tempo ist super.
Sehr angenehm fand ich den Gymnastikball: sanftes Kreisen oder leichtes Wippen darauf entspannt und bringt gleichzeitig Bewegung ins Becken. Manche Frauen schwören auch auf Tanzen oder leichte Schwangerschafts-Yogaübungen – Hauptsache, es macht Spass und bleibt angenehm.
Oft hält uns unbewusst Anspannung zurück. Ein warmes Bad oder eine Dusche können kleine Wunder bewirken. Wärme entspannt die Muskeln, beruhigt den Geist und signalisiert dem Körper: „Alles ist sicher.“
Ich habe mir abends oft ein Kirschkernkissen* in den Rücken gelegt oder eine Wärmflasche auf den Bauch gelegt (nicht zu heiss). Allein dieses Gefühl von Geborgenheit kann manchmal schon helfen, dass die Wehen von selbst starten.
3. Liebe, Nähe & Oxytocin
Das klingt vielleicht etwas überraschend, aber Intimität kann tatsächlich wehenfördernd wirken. Kuscheln, Massagen oder auch Sex setzen das Hormon Oxytocin frei – auch bekannt als „Liebeshormon“. Es ist dasselbe Hormon, das für die Wehentätigkeit zuständig ist.
Für mich war es wichtig, hier ganz entspannt zu bleiben und nur das zu machen, was sich gut anfühlt. Auch schon eine schöne Rückenmassage oder Nähe zum Partner kann helfen, den Körper in eine wohlige Stimmung zu bringen.
Es gibt ein paar natürliche Helferlein, die man in Absprache mit der Hebamme nutzen kann:
Himbeerblättertee*: Lockert das Gewebe und entspannt die Muskeln. Ich habe ihn ab der 37. Woche getrunken – aber immer nach Rücksprache mit meiner Hebamme.
Datteln*: Viele Frauen essen sie in den letzten Wochen, weil sie die Reifung des Muttermundes unterstützen sollen. Ausserdem sind sie ein leckerer Energiesnack.
Ananas oder scharfes Essen: Da gehen die Meinungen auseinander – mir persönlich hat es keine Wehen gebracht, aber es schadet nicht, wenn man Lust darauf hat.
5. Ruhe, Vertrauen & Loslassen
Das war für mich der schwerste Punkt. Man will, dass es losgeht – und genau dieser Druck blockiert manchmal. Ich habe irgendwann aufgehört, ständig auf jedes Ziehen zu achten, und mir bewusst Pausen gegönnt: nochmal ausschlafen, ein gutes Buch lesen, einen Film schauen.
Ich erinnere mich, dass ich mir am Tag vor der Geburt noch ein gemütliches Frühstück gemacht habe, ganz in Ruhe. Und genau in diesem Moment, wo ich losgelassen habe, ging es dann los.
Mein Fazit
Den Geburtsbeginn können wir nicht erzwingen – und das ist auch gut so. Aber wir können dem Körper ein bisschen helfen, in den „Geburtsmodus“ zu finden. Für mich waren Bewegung, Wärme, Nähe und kleine Rituale wie Tee trinken wertvolle Begleiter. Am wichtigsten war aber, darauf zu vertrauen, dass mein Baby den richtigen Zeitpunkt kennt.
Wichtig: Diese Tipps sind nur sanfte Unterstützungen. Bitte immer mit deiner Hebamme oder deinem Frauenarzt, deiner Frauenärztin absprechen, besonders wenn es medizinische Gründe für eine Einleitung gibt.
* Hinweis: Transparenz ist mir wichtig.
Diese Seite enthält Affiliate-Links. Das bedeutet: Wenn du über einen meiner Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich ändert sich der Preis nicht. Du unterstützt damit indirekt die Kinderkasse, wofür ich dir sehr dankbar bin. ❤️


